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Die Fragen, die Evolutionsforschern am unangenehmsten sind

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Die Fragen, die Evolutionsforschern am unangenehmsten sind — Wissenschaft & Weltall
Die Fragen, die Evolutionsforschern am unangenehmsten sind · Hayera Mystery (Frei nutzbar)

1) Grenzkomplexität und das Rätsel der Integration von Bauteilen


Die Hypothese des Funktionswechsels beim bakteriellen Flagellum und die Lücke schrittweiser experimenteller Belege
Ich gehe frontal auf die Fragen ein, die Evolutionisten am unangenehmsten sind und um die bis heute heftig gestritten wird. Denn das Wesen der Wissenschaft ist der Zweifel.

Ein halbes Auge ist nutzlos

Die natürliche Selektion lässt nur nützliche Varianten überleben. Hier bricht das Problem auf.
Es gibt ein System, das 20 Bauteile braucht. Es gibt Studien, nach denen manche Teile auch in Zwischenstufen eine Funktion gehabt haben könnten. So kontert die Evolutionstheorie. Doch das ist nicht der Kern. Die eigentliche Frage ist diese: Es ist noch nicht vollständig geklärt, über welche Stufen die ganze komplexe biologische Maschine vollendet wurde.
Das bakterielle Flagellum ist genau so ein Fall. Ein Rotationsmotor, bei dem über 40 Proteine präzise ineinandergreifen. Die Evolutionsseite kontert: „Teile, die ursprünglich andere Funktionen hatten, haben sich zusammengefügt.“ Funktionswechsel nennt man das. Die Logik stimmt. Doch schrittweise experimentelle Belege dafür, wie das zu einem genau passenden 40-teiligen System integriert wurde? Gibt es noch nicht.

2) Die kambrische Explosion und die Korrektur der graduellen Evolutionstheorie


Das gleichzeitige Auftreten wichtiger Tierstämme (Phylum) in kurzer Zeit und die Debatte um den Punktualismus

Vor 540 Millionen Jahren tauchte an einem Morgen fast alles auf

In einer Zeit, die man geologisch fast als Augenblick betrachten kann, tauchen fast alle wichtigen Stämme (Phylum) der heutigen Tiere der Erde gleichzeitig im Fossilbericht auf. Die kambrische Explosion.
Darwin selbst räumte das in „Die Entstehung der Arten“ ein. Präkambrische Lebewesen wie die Ediacara-Fauna wurden zwar gefunden. Doch ob sie die Geschwindigkeit des explosiven Auftretens im Kambrium vollständig erklären, ist weiterhin umstritten. Die Frage, warum sich alles in so kurzer Zeit konzentrierte, wenn die graduelle Evolution stimmt, ist noch offen.
Die Evolutionstheorie antwortet mit der Theorie des unterbrochenen Gleichgewichts. Evolution verlaufe nicht nur langsam, sondern könne manchmal sprunghaft schnell geschehen. Doch Moment. Das ist doch eine Selbstkorrektur von Darwins gradueller Evolutionstheorie. Wurde die Theorie aufgewertet oder hat man die Grenzen der ursprünglichen Theorie eingestanden? Beides.

3) Der Ursprung des biologischen Informationssystems und die Grenzen der RNA-Hypothese


Die sprachliche Natur codierter DNA-Information und das schwierige Problem der Bildung früher Zellsysteme

DNA ist keine Chemie, sondern Sprache

Hier kommt die wirklich schwere Frage.
DNA ist nicht einfach eine Verbindung chemischer Stoffe. Sie ist codierte Information. Sie hat Bedeutung wie eine Sprache. Es gibt Fälle, in denen Information durch Genduplikation oder Mutation zunimmt. So kontert die Evolutionstheorie. Doch das ist nicht der Kern. Die eigentliche Frage ist diese: Es ist noch nicht vollständig erklärt, wie das komplexe biologische Informationssystem überhaupt begann.
Nehmen wir einen Vergleich. Wenn ein Affe unendlich lange auf einer Schreibmaschine tippt, kommt vielleicht irgendwann Shakespeares Hamlet heraus. Doch die Frage ist, wie der Prozess begann, in dem gleichzeitig auch das Betriebssystem entstand, das diesen Text ausführt – das Zellsystem. Die Evolutionstheorie antwortet mit der RNA-Welt-Hypothese. Sie hat eine Logik. Doch im Labor wurde sie nie vollständig reproduziert.

4) Das Missing Link und die Unerklärbarkeit des subjektiven Bewusstseins


Fehlende Zwischenfossilien an wichtigen Wendepunkten und der Bereich des Geistes jenseits der materiellen Evolutionstheorie

Fossilien schweigen, und das Bewusstsein ist nicht erklärbar

Das Problem des Missing Link ist bis heute nicht gelöst. Es wurden einige Zwischenfossilien gefunden. Doch Fossilien, die die wichtigen Wendepunkte zeigen, besonders die entscheidende Szene des Übergangs von wirbellosen Tieren zu Wirbeltieren, sind seltener als erwartet. Die Frage, ob es bei einer Veränderung über Millionen Jahre nicht viel mehr Zwischenformen als vollendete Formen geben müsste, bleibt gültig.
Und der wahre Endgegner: das Bewusstsein.
Wie hat ein materieller Evolutionsprozess die subjektive Erfahrung „Ich lese gerade diesen Text“ hervorgebracht? Die Behauptung, das neuronale Netz des Gehirns erzeuge Bewusstsein, beschreibt eine Korrelation. Den Mechanismus der Kausalität kennen auch Neurowissenschaftler noch nicht. Freier Wille, moralisches Urteil, Sinn für Schönheit. Die Frage, ob man das allein mit materieller Evolution erklären kann, verlässt den Bereich der Evolutionstheorie selbst. Und genau das ist das Problem.

Fazit: Die Evolutionsdebatte in der amerikanischen Gesellschaft und die vielfältigen Sichtweisen der öffentlichen Meinung


Gerichtsurteile auf Grundlage religiöser Einordnung und Umfrageergebnisse in den USA, in denen Wissenschaft und Glaube nebeneinander bestehen
Eine interessante Tatsache: US-Gerichte haben nie geurteilt, dass die Schöpfungslehre falsch ist.
Sie haben nur entschieden, dass sie im naturwissenschaftlichen Unterricht an öffentlichen Schulen nicht gelehrt werden darf.

Der Grund ist einfach: Die Schöpfungslehre sei keine wissenschaftliche Theorie, sondern eine religiöse Behauptung.
Darum ist die amerikanische Gesellschaft bis heute gespalten. Laut Umfragen etwa:

Nur Evolutionstheorie: etwa 40 %
Evolution mit göttlichem Eingreifen: etwa 30 bis 40 %
Schöpfungslehre: etwa 20 bis 30 %

Ein Land, das wissenschaftlich die Nummer eins und zugleich stark religiös ist. Das ist der Grund, warum die Evolutionsdebatte in den USA weitergeht.

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